Bundesnetzagentur: UHF-Studie nennt Sockelbedarf von 96 MHz für Kultur

Bundesnetzagentur: UHF-Studie nennt Sockelbedarf von 96 MHz für Kultur

Bundesnetzagentur: UHF-Studie nennt Sockelbedarf von 96 MHz für Kultur 1889 890 SOS - Save our Spectrum

Die heute veröffentlichte Studie der Bundesnetzagentur spricht sich für den Erhalt der TV-UHF-Frequenzen zur Nutzung durch die Kultur (PMSE) aus.

https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Sachgebiete/Telekommunikation/Unternehmen_Institutionen/Frequenzen/Grundlagen/grundlagen-node.html

Die Studie erkennt Bedarf der Kultur an Frequenzen im TV-UHF-Spektrum an – täglicher Sockelbedarf 96 Megahertz – und schreibt (Seite 75):

„Die EU-Kommission ging 2014 davon aus, dass die Bedarfe (zu diesem Zeitpunkt) örtlich bis zu 144 MHz betrugen, bei einem täglichen Frequenzbedarf („Sockelbedarf“) von 96 MHz. Es ist davon auszugehen, dass vor allem die Maximalbedarfe seitdem deutlich gestiegen sind.“

Alternative Spektren sind meist nicht nutzbar, da entweder

a) störanfällig, oder

b) nur in geschlossen Räumen nutzbar (1350 bis 1400 MHz), outdoor nutzt das Militär, oder

c) sie verlangen den Standard 5G. Studie erkennt an, dass 5G für Funkmikrofone (leider) nicht in Betracht kommt: „Umfangreiche weitere Entwicklungsarbeit nötig.“ (Seite 79)

Das heißt, die Kulturfrequenzen werden weiter für Funkmikrofone, In-Ear-Systeme, usw. benötigt.

Im Bereich der Analyse der terrestrischen Fernsehübertragung setzt die Studie Prämissen, die allerdings kaum haltbar sind. In diesem Bereich kann die Studie nicht überzeugen.

Eine genauere Analyse folgt.

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