Journalist*innen fordern Frequenzen für ihre Funkmikrofone

Journalist*innen fordern Frequenzen für ihre Funkmikrofone

Journalist*innen fordern Frequenzen für ihre Funkmikrofone 1625 1125 SOS - Save our Spectrum

Die Grafik zeigt die Frequenznutzung durch Funkmikrofone (u.a. von ARD und ZDF) an einem Wahlabend in Bayern und vergleicht die Situation in den Jahren 2018, 2020 und 2023 (oder später).

Funkmikrofone und ähnliche Systeme werden hier mit ihrem international gebräuchlichen Oberbegriff „Programme Making and Special Events“ (PMSE) benannt.

Die Grafik belegt den Bedarf der Funkmikrofone für die Frequenzen im Bereich 470 bis 694 MHz. Eine Wahlberichterstattung, wie wir sie bisher kennen, wäre ohne diese Frequenzen unmöglich.

In den vergangenen Jahren ist viel Frequenzspektrum für die Presse verloren gegangen. Es wurde an den Mobilfunk vergeben, obwohl dieser viel Spektrum gar nicht nutzt, sondern nur hortet.

Einen Teil dieser Frequenzverluste konnten die Mikrofonindustrie durch technische Innovationen wettmachen. Doch nun stoßen die Ingenieur*innen an ihre Grenzen.

Deshalb wird das kleine Restspektrum (470 – 694 MHz), das sich die Mikrofone mit dem terrestrischen Rundfunk noch teilen, für die Arbeit der Journalist*innen dringend benötigt.

Die Bundesregierung sollte sich im Vorfeld der Weltfunkkonferenz 2023 dafür einsetzen, dass der Bereich dauerhaft für Funkmikrofone und die terrestrische Übertragung erhalten bleiben.

Andernfalls werden wir wieder Mikrofone mit Kabeln in TV-Studios erleben. So wie in den Frühzeiten des Fernsehens. Wer kann das wollen?

Für eine größere Ansicht bitte auf die Grafik klicken.

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